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Path View
2012, «Beyond the Timberline», Belalp VS

Material: 5 Richtungszeiger mit Befestigung; 5 QR-Codes (Digitaldruck auf Vinyl transparent, 8 x 8 cm); 5 Videoclips zwischen 10' und 93' (Gesamtlaufzeit ca. 200')

Auf der Belalp laden Richtungszeiger mit QR-Codes dazu ein, eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Wo sie hin führen, bleibt fraglich.

Scannt man einen QR-Code mit einem Smartphone ein, wird ein Video eingespielt. Jedes Video zeigt, wie sich die Künstlerin von einer Person, die auf der autofreien Belalp arbeitet, den Arbeitsweg zeigen lässt. Zu hören ist jeweils das Gespräch, das die beiden während der Begehung führen. Was bedeutet es, auf über 2000 m.ü.M. bei jedem Wind und Wetter zu Fuss gehen zu müssen? Wie ist es, Tag für Tag einen Weg zu gehen, den eilige Wanderer, die der Aussicht auf den Aletschgletscher oder dem nächsten Berggipfel zustreben, kaum wahrnehmen? Der Betrachter kann die beiden auf ihrem Weg «begleiten», in dem er sich mit Hilfe der Videobilder orientiert und denselben Pfad beschreitet.

«Path View» lässt den Betrachter immer weiter in eine Welt eintauchen, die sich den Gästen auf der Belalp normalerweise kaum erschliesst. Die «heile Bergwelt», die der Tourist als Ausflucht aus seinem Alltag sucht und deren Mythos die Einheimischen aus Existenzgründen pflegen, wird – von medialer Information durchdrungen – in ihrer ganzen Alltäglichkeit sichtbar.

TAGs: Humor, Ironie, Kunst im öffentlichen Raum, Mobile Tagging, ortsspezifisch, Perfomance, QR-Code, Smartphone, Video, Welt, Zuhause, Übergang

Littau://Littau
2011, Stadtteilzentrum Fanghöfli, Luzern-Littau, Werkschau Design & Kunst, Hochschule Luzern

Material: 15 QR-Codes (Digitaldruck auf Vinyl transparent, 15 x 15 cm;
Fussbodenlaminat, 24 x 24 cm); 15 Videoclips zwischen 34'' und 12' (Gesamtlaufzeit 45')

«In Littau://Littau greift Silvana Iannetta mit dem Anbringen von Barcodes in den physischen Raum ein. Als sichtbare Spuren ihres Handelns sind sie im Zentrum Littaus, dem ‹Fanghöfli›, zu entdecken. Werden sie mit einem internetfähigen Handy eingescannt, verbinden sie die BetrachterInnen mit dem medialen Raum des World Wide Web. Videostreams spiegeln die reale Umgebung. Sie laden dazu ein, den von der Künstlerin mit der Handy-Kamera erzeugten Spuren der Bilder und Töne auch im physischen Raum zu folgen und ihn individuell zu erkunden. Reale und virtuelle Räume durchdringen und überlagern sich.

Littau://Littau untersucht das ästhetische Potential dieser Verquickung. Der Ort wird als Hypertext lesbar. In seinem Netzwerk von Spuren, die unendlich auf weitere Spuren verweisen, verfolgen Künstlerin und BetrachterInnen Fährten und hinterlassen eigene Spuren.» (aus dem Katalogtext)

Foto: Petra Wunderlich, Master Kunst Luzern

TAGs: Kunst im öffentlichen Raum, Mobile Tagging, ortsspezifisch, Performance, QR-Code, Smartphone, Video

Rot-weisse Insel
2010, Interaktives Memorial für einen zukünftigen Ort der Vergangenheit,
«Kunst am Wasser», Muri b. Bern

Material: Bollenstein, QR-Code (sandgestrahlt, Sprayfarbe, 15 x 15 cm)
Blog: rotweisseinsel.ch

«Am Aareuferweg ist ein Stein mit einem rätselhaften Zeichen zu entdecken. Liest man das Zeichen – ein Quick-Response-Code – mit dem Handy ab, lernt man die «Rot-weisse Insel» kennen. Sie wird im Rahmen des Hochwasserschutz-Projekts «Aarewasser» einer Auenlandschaft weichen müssen und für immer verschwinden. Noch aber ist die «Rot-weisse Insel» vorhanden und kann real erkundet werden. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, auf Rotweisseinsel.ch eigene Beiträge zu posten und ihre Sicht des Ortes zu verewigen.

Heute ist der Stein, der in gewisser Weise wie ein Zeuge aus der Vergangenheit anmutet, ein Bote der Zukunft. Er konfrontiert die Besucherinnen und Besucher damit, dass das Natur- und Freizeitparadies, in dem sie sich soeben befinden, keine Insel im Zeitgeschehen ist. Mindestens so stark wie durch die Kraft der Aare ist es durch menschliches Wirken steter Veränderung unterworfen. Die Intervention «Rot-weisse Insel» nutzt die ursprünglich für logistische Zwecke entwickelte Technologie des Mobile Tagging und vernetzt den topografischen Raum mit dem Internet. Sie lädt dazu ein, den Ort auf neue Weise zu erkunden und sein künftiges Verschwinden zu reflektieren.

Nach der Renaturierung sollen Stein und virtueller Anhang als Memorial eines verschwundenen Ortes am Aareufer erneut Platz finden.» (Katalogtext)

Foto: Rudolf Steiner

TAGs: Humor, interaktiv, Ironie, Kunst im öffentlichen Raum, Mobile Tagging, ortsspezifisch, QR-Code, Smartphone

Daheim ist's gut
Sperrholzobjekt 10 x 10 x 15 cm mit Textanimation auf digitalem Bilderrahmen

TAGs: Daheim, Haus, Installation, Monitor, Objekt, ortsspezifisch, Text, Textanimation

Daheim ist's gut
Installation (Sperrholzobjekt 10 x 10 x 15 cm, Textanimation auf digitalem Bilderrahmen,
Spannteppichstück (Grösse variabel, je nach Raumsituation) und Sockelleisten, Installationsansicht Galerie Christinger de Mayo

TAGs: Daheim, Installation, Objekt, ortsspezifisch, Text, Textanimation

Im Fluss - ein Raumpoem
Performative Rauminstallation in Zusammenarbeit mit Leo Bachmann
Alte Spinnerei Ziegelbrücke

Foto: Fridolin Walcher

TAGs: Aussicht, Erinnern, gehen, Landschaft, Licht, ortsspezifisch, Performance, Rauminstallation, Schatten, spartenübergreifend, Stuhl